Der BSC Raiffeisen Fürstenfeld kann auch den zweiten Ein-Punkte-Krimi innerhalb von sieben Tage gewinnen. In Kapfenberg setzten sich die Panthers hauchdünn mit 83:84 durch.
Die Partie begann etwas verfahren und war von einigen Unkonzentriertheit geprägt. Der erste Korb wurde von den Bulls erzielt, doch die Panthers antworteten umgehend. In den folgenden Minuten lagen die Bulls ständig mit einigen Zählern in Front, allerdings blieben die Fürstenfelder in Schlagdistanz. Am Ende des ersten Abschnitts stand es 23:23. Zu Beginn des zweiten Viertels konnten sich die Panthers erstmals um fünf Punkte absetzen, doch die Antwort der Kapfenberger kam sofort und sie übernahmen das Geschehen. Sie nutzten ihre Vorteile unter dem Korb eiskalt aus und immer wieder waren Suljanovic und Kügerl am Brett erfolgreich, was den Obersteirern eine 48:42 Führung nach 20 Minuten einbrachte.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nutzten die Bulls ihre Insidestärke, doch der Ex-Kapfenberger Shawn Ray hielt die Panthers noch im Spiel. Allerdings betrug der Rückstand erstmals zehn Punkte (56:46). Im weiteren Verlauf des Viertels gelang es den Fürstenfeldern den Rückstand kontinuierlich zu verringern und durch fünf Punkte am Ende (Dreier von Samo Grum und Korbleger von Adam Boone mit der Schlusssirene) verringerten die Gäste auf 66:62.
Das Schlussviertel begann mit fünf Punkten der Bulls, Suljanovic scorte am Brett und Fears traf einen Dreier mit dem Ablauf der Shotclock, danach wurde Grum beim Dreier gefoult und er verwandelte die Freiwürfe sicher. In den folgenden Minuten behaupteten die Bulls einen knappen Vorsprung. Die letzte Spielminute begann mit dem Spielstand von 82:79 und Ballbesitz für die Heimischen. Fears wird beim Zug zum Korb gefoult, doch er verwirft beide Freiwürfe und der Rebound landete in den Händen der Panthers. 40 Sekunden vor dem Ende kommt der Ball zu Goljovic, welcher per Dreier zum 82:82 ausgleicht. Auch in der nächsten Offense bekamen die Bulls Freiwürfe zugesprochen und auch Arnold kann nur einen der beiden Würfe treffen. Nach einer Auszeit nahmen die Panthers etwas Zeit von der Uhr und sieben Sekunden vor dem Ende zog Slobodan Ocokoljic zum Korb, beim Korbleger wurde er gefoult, doch er konnte trotzdem verwandeln und damit brachte er die Panthers 84:83 in Führung. Den zusätzlichen Freiwurf konnte er nicht treffen und die Kapfenberger hatten nochmals die Chance das Spiel zu drehen, doch Fears vergab und auch der Tip-In-Versuch von Suljanovic war nicht von Erfolg gekrönt, dadurch ging das erste Steirer-Derby der Saison mit 83:84 an die Fürstenfeld Panthers.
Statistik:
Ray: 27 Punkte, 7 Rebounds, 7 Assists, 40 Minuten
Boone: 18 Punkte, 4 Rebounds, 6 Assits
Grum: 18 Punkte
Goljovic: 12 Punkte
Ocokoljic: 5 Punkte, 4 Rebounds
Lucas: 4 Punkte, 5 Rebounds, 4 Steals
Gallwitz und Gaines wurden ebenfalls eingesetzt.
Die Inside-Überlegenheit der Bulls spiegelte sich auch im Reboundverhältniss wieder. Die Obersteirer sammelten 42 Rebounds, die Fürstenfelder hingegen nur 25. Weitere auffällige Unterschiede waren bei den Turnovern bzw. der Freiwurfquote zu finden. Während die Panthers nur acht Mal den Ball verloren, unterliefen den Bulls 17 Turnover. Auch bei den Freiwürfen waren die Fürstenfelder klar überlegen, sie konnten elf von 14 Würfe (alle drei Fehlwürfe von Ocokoljic!) treffen, die Bulls kamen nur auf acht Treffer bei 17 Versuchen.
Werfer Kapfenberg: Fears 24, Kügerl 22, Suljanovic 19, Arnold 9, Lanegger 6, Josipovic 3
Stimmen zum Spiel:
Michael Schrittwieser, Headcoach der Kapfenberg Bulls: „Man darf nicht zwei Mal innerhalb von sechs Tagen den gleichen Fehler machen. Wir haben den Gegner dominiert und die Partie dann noch verschenkt. Ich bin stinksauer.“
Karl Sommer, Manager der Raiffeisen Panthers Fürstenfeld: „Kapfenberg hat das Spiel dank Reboundüberlegenheit beherrscht. Wir haben uns aber nie abhängen lassen. Am Ende war es ein etwas glücklicher Sieg.“
