Bundesliga, Mittwoch, 19. Mai 2010:

Home-Sweet-Home - der Heimvorteil zählt

Schön langsam wird es ernst mit der Finalserie der ADMIRAL Basketball - Bundesliga . heute geht es um 19:00 Uhr mit Spiel 1 los, spätestens am 30. Mai kennen wir den 63. Österreichischen Basketballmeister. Zeit für die letzten Analysen, Quelle: ABL

Beginnen wir mit dem Thema „Heimvorteil“. Schließlich wird ein Großteil der Saison damit verbracht, ihn zu erkämpfen. Stellt sich die Frage: Wie wertvoll ist er wirklich, wenn es darauf ankommt? Die Antwort: Ziemlich, denn fast exakt zwei Drittel der bisherigen 85 Finalbegegnungen wurden von den Hausherren gewonnen (56), nur 29mal gab es einen Sieg der Gäste.

Gehen wir noch etwas mehr ins Detail, und da wird es interessant: Während das erste Spiel noch ganz klar die Beute des Heimteams ist (Bilanz 19:4), wird danach die Chance für einen „Steal“ immer größer: In Spiel 2 lautet die Bilanz 14:9, in Spiel 3 nur mehr 11:8 und in Spiel 4 gar nur mehr 7:6. Nur wenn die Finalserie über die gesamte Distanz geht, schaut es für die Heimmannschaft wieder sehr gut aus. Das war bisher siebenmal der Fall, fünfmal holte der Gastgeber von Spiel 5 dann den Titel.

Heimvorteil bedeutet gleichzeitig ja auch höheres Ranking, auch hier gibt es gute Nachrichten für die Panthers: Das besser gesetzte Team wurde im Finale 17mal Meister. Das Finalduell Nummer 1 gegen Nummer 2 gibt es heuer zum 17. Mal, da steht es 13:3 für die Nummer 1. Spricht also alles für die Steirer, die Swans müssen aber nicht verzweifeln: Gerade in den letzten beiden Saisonen wurde der Trend umgekehrt, verlor die Nummer 1 im Finale gegen die Nummer 2 (Gunners – Panthers 08) bzw. die Nummer 3 (Swans – WBC 09)…

Das nächste Thema, dem wir uns widmen wollen: Das Scoring.

Auch da haben wir ein interessantes Detail gefunden: 21mal hat der Meister in der Finalserie mehr Punkte erzielt als der Vizemeister. 2mal war das nicht der Fall, zweimal waren die Panthers involviert: Bei ihrer Niederlage gegen die Bulls 2002 lautete das Korbverhältnis am Ende 439:432 zu Gunsten Fürstenfelds, beim Meistertitel der Steirer 2008 machten die Gunners 472 Punkte, die Sieger nur 453.

Gehen wir ans andere Ende der Spannungsskala: Einseitige Finalserien gab es eigentlich nur sechs: Die ersten Vier (jeweils Dukes gegen UBSC Wels) endeten mit einem Durchschnittsscore von 96:74, also 22 Punkten Differenz. Deutlich war es dann nur noch 2006 und 2007 bei den letzten beiden Meistertiteln der Swans. Die gewannen ihre Spiele da durchschnittlich mit 15 Punkten Vorsprung. Bei den restlichen 17 Finalserien war es spannend, durchschnittlich endeten die Begegnungen hier mit nur 2 Körben Unterschied.

Damit springen wir wieder in die Gegenwart und lassen noch einmal die Experten sprechen. Die Coaches der ABL haben in Summe dieses Finalduell vorausgesagt, allerdings haben sie ein spannenderes Halbfinale erwartet. Kommen wir zur „Einzelwertung“: 6 Coaches haben die richtige Finalpaarung getippt, 2 zumindest die Swans (mit den Gegner WBC), die anderen lagen generell falsch. Der beste Prophet war Lions-Coach Andrea Maghelli, der alle sechs Seriensieger richtig hat, fünfmal lagen Hubert Schreiner (UBC) und Gerald Vogler (Knights) richtig. Alle drei tippten übrigens auf in weiterer Folge auf einen Finalsieg der Panthers.
 



Champion 2008

Powered by Raiffeisen. Meine Bank